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07. Dezember: Wiñay in Zeiten der Pandemie

Interview über die Situation des Projekts und der Kinder und Familien vor Ort

Wie ist die Situation Ende Oktober in Sucre?

Die Situation aufgrund von COVID-19 im Oktober war allgemein rückläufig, weshalb die nationale Regierung und die lokalen Regierungen den Befehl gaben, die im März verordnete Quarantäne bis zur ersten Septemberhälfte flexibler zu gestalten.

Obwohl die strenge Quarantäne aufgehoben wurde, gibt es das Coronavirus weiterhin, leider nimmt die Bevölkerung dies nicht ernst genug, weshalb ein neuer Ausbruch durchaus möglich ist.

In den Stadtteilen, in denen das Wiñay arbeitet, bestehen wir darauf, dass Familien weiterhin die Sicherheitsmaßnahmen befolgen, und stellen daher sicher, dass Familien die Verwendung der Masken und der Hygienegewohnheiten nicht vernachlässigen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Konsequenzen, die die Quarantäne in den Familien verursacht hat und der Tatsache, dass die Kinder  weiter lernen müssen, haben wir als Wiñay einen großen Bedarf an Spenden, um  die Kinder beim Lernen mit Latops oder Tablets unterstützen zu können und die Familien der Kinder mit Lebensmittelpaketen unterstützen zu können.

Wie hat das Projekt während der Quarantäne gearbeitet? Ist das Projekt jetzt offen und wie arbeitet es?

Als am 22. März der landesweite Lockdown erklärt wurde, musste das Wiñay seine Türen schließen, um mehr Sicherheit für die Gesundheit der Kindern zu gewährleisten. In diesem Sinne haben wir für einen Monat aufgehört zu arbeiten. In dieser Zeit haben wir uns mobilisiert, um Hilfe für bedürftige Familien zu generieren. In diesem Sinne haben einige Freiwillige aus Deutschland eine Spenden gesammelt, um Grundnahrungsmittel für die Familien zu kaufen.

Ebenso half das BKHW, indem weitere Spenden für Lebensmittelpakete gesammelt wurde, um diejenigen Familien zu erreichen, die keinen Job hatten und deren Kinder ja dennoch essen mussten.

Im Laufe der Quarantäne wurde die Situation der Familien in den Stadtteilen schwieriger, insbesondere in ihrem Einkommen, da die Eltern ihre Arbeit aufgeben und zuhause bleiben mussten, einige gingen aufs Land, aber auch da unter den gleichen Bedingungen, arbeiten konnten sie auch hier nicht und Rücklagen haben die wenigsten.

Aus dem gleichen Grund hat Wiñay ein Notfallprojekt organisiert, in dem wir die am stärksten von der Quarantäne betroffenen Familien ermittelt haben. Dies hat dazu geführt, dass wir das Wiñay seit Mai wieder geöffnet, unter den nötigen strengen Hygienemaßnahmen, da wir einerseits die Lebensmittelpakete organisieren und die Kinder mit virtuellen Klassen unterstützen wollten.

Derzeit arbeitet das Wiñay Montag, Mittwoch und Freitag in zwei Gruppen. Die erste Gruppe ist von 9 bis 12 Uhr und die andere von 14:30 bis 17:30 Uhr. Jede Gruppe mit ca. 20 Jungen und Mädchen verteilt sich auf 4 Räume.

Das Notfallprojekt besteht aus der Verteilung von Familienkörben an 40 Familien, Hausbesuchen zur Sensibilisierung für COVID-19 und der Schaffung von Hygienegewohnheiten, der Lieferung von Masken, Alkohol und Alkoholgel sowie der Unterstützung von Kindern im Unterricht und bei den virtuellen Aufgaben. Dafür haben wir uns entschlossen, die gesamte finanzielle Unterstützung der BKHW Deutschland zu nutzen, aber es reicht immer noch nicht aus, da sowohl Lebensmittel als auch die Schutz- und Hygienematerialien hohe Preise haben.

Wie ist die Situation von Familien und Kindern im Moment? Was bedeutet es für die Kinder, da das Schuljahr vorbei ist?

Die Situation der Familien ist sehr schwierig, insbesondere bei den alleinerziehenden Müttern. Mindestens 60% haben durch die Quarantäne ihren Arbeitsplatz verloren. Daher haben sie kein wirtschaftliches Einkommen. Genau aus diesem Grund bemühen wir uns in diesem Jahr noch mehr als sonst sie zu unterstützen, indem wir ihnen monatlich das Lebensmittelpaket sowie Desinfektionsmittel und Masken zukommen lassen.

Jungen und Mädchen hatten nach der Schließung der Schulen nach dem Ende des Schuljahres einen Bildungsnachteil gegenüber denen, die Zugang zu virtuellen Schulen haben.

Mit anderen Worten, die Schulen, die Jungen und Mädchen in Wiñay besuchen, haben seit Mai begonnen, auf virtuellen Unterricht umzustellen und deshalb hatten unsere Kinder viele Probleme: keine Internetzugang, keine Mobiltelefone (oder Mobiltelefone ohne die technischen Voraussetzungen), fehlendes Datenvolumen aber auch Unkenntnis von Eltern und Kindern im Umgang mit der Technik.

Besonders in diesem Bereich haben wir gesehen, dass wir hier unterstützen können. So helfen wir in den  virtuellen Klassen und Hausaufgaben mit 2 Computern, die wir haben und unseren persönlichen Handys. Auf diese Weise versuchen wir zu vermeiden, dass Kinder gegenüber anderen Kindern, denen es wirtschaftlich sehr gut geht, stärker benachteiligt sind. Wir ermöglichen auch eine Guthabenaufladung von 10 Bolivianos, damit Eltern die Hausaufgaben, die die Lehrer gesendet haben, auf ihren Handys erhalten können.

Es gibt jedoch immer noch einen Mangel an Ausrüstung, damit Wiñay Kinder effektiver unterstützen kann. Aus diesem Grund benötigen wir mehr Computer, die aktualisiert werden (Laptop oder Tablet).

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, spenden Sie einfach über unser Spendenformular und wählen als Projekt Wiñay aus. Bei Überweisungen einfach Verwendungszweck „Wiñay“ angeben. 

Aufklärung über das Corona-Virus

Eine Famlilie holt Lebensmittel ab

Lebensmittelpakete

Wie hat das Projekt während der Quarantäne gearbeitet? Ist das Projekt jetzt offen und wie arbeitet es?

Als am 22. März der landesweite Lockdown erklärt wurde, musste das Wiñay seine Türen schließen, um mehr Sicherheit für die Gesundheit der Kindern zu gewährleisten. In diesem Sinne haben wir für einen Monat aufgehört zu arbeiten. In dieser Zeit haben wir uns mobilisiert, um Hilfe für bedürftige Familien zu generieren. In diesem Sinne haben einige Freiwillige aus Deutschland eine Spenden gesammelt, um Grundnahrungsmittel für die Familien zu kaufen.

Ebenso half das BKHW, indem weitere Spenden für Lebensmittelpakete gesammelt wurde, um diejenigen Familien zu erreichen, die keinen Job hatten und deren Kinder ja dennoch essen mussten.

Im Laufe der Quarantäne wurde die Situation der Familien in den Stadtteilen schwieriger, insbesondere in ihrem Einkommen, da die Eltern ihre Arbeit aufgeben und zuhause bleiben mussten, einige gingen aufs Land, aber auch da unter den gleichen Bedingungen, arbeiten konnten sie auch hier nicht und Rücklagen haben die wenigsten.

Aus dem gleichen Grund hat Wiñay ein Notfallprojekt organisiert, in dem wir die am stärksten von der Quarantäne betroffenen Familien ermittelt haben. Dies hat dazu geführt, dass wir das Wiñay seit Mai wieder geöffnet, unter den nötigen strengen Hygienemaßnahmen, da wir einerseits die Lebensmittelpakete organisieren und die Kinder mit virtuellen Klassen unterstützen wollten.

Derzeit arbeitet das Wiñay Montag, Mittwoch und Freitag in zwei Gruppen. Die erste Gruppe ist von 9 bis 12 Uhr und die andere von 14:30 bis 17:30 Uhr. Jede Gruppe mit ca. 20 Jungen und Mädchen verteilt sich auf 4 Räume.

Das Notfallprojekt besteht aus der Verteilung von Familienkörben an 40 Familien, Hausbesuchen zur Sensibilisierung für COVID-19 und der Schaffung von Hygienegewohnheiten, der Lieferung von Masken, Alkohol und Alkoholgel sowie der Unterstützung von Kindern im Unterricht und bei den virtuellen Aufgaben. Dafür haben wir uns entschlossen, die gesamte finanzielle Unterstützung der BKHW Deutschland zu nutzen, aber es reicht immer noch nicht aus, da sowohl Lebensmittel als auch die Schutz- und Hygienematerialien hohe Preise haben.

Wie ist die Situation von Familien und Kindern im Moment? Was bedeutet es für die Kinder, da das Schuljahr vorbei ist?

Die Situation der Familien ist sehr schwierig, insbesondere bei den alleinerziehenden Müttern. Mindestens 60% haben durch die Quarantäne ihren Arbeitsplatz verloren. Daher haben sie kein wirtschaftliches Einkommen. Genau aus diesem Grund bemühen wir uns in diesem Jahr noch mehr als sonst sie zu unterstützen, indem wir ihnen monatlich das Lebensmittelpaket sowie Desinfektionsmittel und Masken zukommen lassen.

Jungen und Mädchen hatten nach der Schließung der Schulen nach dem Ende des Schuljahres einen Bildungsnachteil gegenüber denen, die Zugang zu virtuellen Schulen haben.

Mit anderen Worten, die Schulen, die Jungen und Mädchen in Wiñay besuchen, haben seit Mai begonnen, auf virtuellen Unterricht umzustellen und deshalb hatten unsere Kinder viele Probleme: keine Internetzugang, keine Mobiltelefone (oder Mobiltelefone ohne die technischen Voraussetzungen), fehlendes Datenvolumen aber auch Unkenntnis von Eltern und Kindern im Umgang mit der Technik.

Besonders in diesem Bereich haben wir gesehen, dass wir hier unterstützen können. So helfen wir in den  virtuellen Klassen und Hausaufgaben mit 2 Computern, die wir haben und unseren persönlichen Handys. Auf diese Weise versuchen wir zu vermeiden, dass Kinder gegenüber anderen Kindern, denen es wirtschaftlich sehr gut geht, stärker benachteiligt sind. Wir ermöglichen auch eine Guthabenaufladung von 10 Bolivianos, damit Eltern die Hausaufgaben, die die Lehrer gesendet haben, auf ihren Handys erhalten können.

Es gibt jedoch immer noch einen Mangel an Ausrüstung, damit Wiñay Kinder effektiver unterstützen kann. Aus diesem Grund benötigen wir mehr Computer.

Vielen Dank an die Projektleiterin Hilda Prieto für dieses Interview!

Melanie Ehrlich07. Dezember: Wiñay in Zeiten der Pandemie

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