Wiñay

Die Einrichtung

Das Projekt „Wiñay“ (auf Quechua: wachsen) gibt es seit 17 Jahren in Sucre. Die Arbeit konzentriert sich auf die drei Stadtviertel Canadá, Bartolina Sisa und Horno K’asa A im Norden Sucres, Bolivien.

Rund 230 Kinder und Jugendliche bekommen jeden Tag Unterstützung bei den Hausaufgaben und die Möglichkeit, weitere Bildungs- und Kulturangebote,wie zum Beispiel Englisch-, Rhythmus-, Kunst- oder Backkurse, wahrzunehmen. Außerdem haben sie Zugang zu einer Bibliothek. Mit Wissenswettbewerben wird der Ehrgeiz der Kinder geweckt und die Teamarbeit wird geübt.

Auch auf die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen wird viel Wert gelegt. Mit Prävention und Aufklärung, Kursen zum Thema Gesundheit oder Gesundheitskampagnen soll ernsten Erkrankungen vorgebeugt werden. Es besteht die Möglichkeit einer zahnärztlichen Behandlung und nötige Arztbesuche und Behandlungen werden finanziell unterstützt.

Auf Sicherheit sowie Umweltschutz und das „medio ambiente“ (= die Umwelt)wird viel Wert gelegt, so gibt es Aufräum- und Putzarbeiten im Viertel, sowie gemeinsame Demonstrationen wie zum Beispiel am Tag des Fußgängers oder Fackelrennen.

Sportangebote des Wiñay stärken die Gemeinschaft untereinander und Turniere bieten eine Möglichkeit, mit ähnlichen Einrichtungen in Kontakt zu kommen.

Kulturelle Feste wie das Folklore- oder Weihnachtsfest helfen den Kindern, ihre Identität zu finden und sie lernen die traditionellen Tänze. Durch Talentwettbewerbe sowie Schauspielkurse mit regelmäßigenTheateraufführungen wird das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen gesteigert. Mit den Theaterstücken werden zusätzlich aktuelle Probleme aufgearbeitet.

Zusätzlich steht das Wiñay den Familien und vor allem Müttern bei Problemen durch häusliche Gewalt zur Verfügung und versucht, gemeinsam mit ihnen Lösungen zu finden.

 

Die Arbeit

Die meisten Kinder kommen aus dem Stadtteil Canadá. Von 15-17h wird dort die Früherziehung für Drei- bis Sechsjährige angeboten und von 15-20h Hausaufgabenbetreuung und schulische Unterstützung für die Älteren. Wenn die Kinder keine Hausaufgaben haben, sollen sie lesen, eine Geschichte schreiben, oder bekommen eine spezielle Aufgabe. Später dürfen sie spielen oder können an den verschiedenen Kursangeboten teilnehmen.

In Horno K’asa A findet die Betreuung von 15-17h statt.

In Bartolina Sisa ist von 19- ca. 21h geöffnet. Die jüngeren Kinder bekommen Hilfe bei ihren Hausaufgaben und können spielen, für die Älteren ist es eher eine Art Jugendtreff. Auch hier gibt es verschiedene Kurse.

 

Deine Arbeit als Freiwillige/r

Montag bis Freitag von 15-20h bzw. 15-21h sind die „festen Arbeitszeiten“. Ein- bis zweimal pro Monat werden, häufig an einem Samstagmorgen, die Aktivitäten für den nächsten Monat besprochen. Diese finden meist am Wochenende statt und sind beispielsweise:

  • ein ‚Cafeoquito‘, bei dem am Nachmittag oder Abend, zu Kuchen oder anderem Süßen z.B. Sketche, Tänze, Musik, Gesang oder Gedichtvorträge genossen werden,
  • ein Kulturfest mit bolivianischen Tänzen und Spezialitäten,
  • eine Theateraufführung
  • die Teilnahme an einer Messe oder Demonstration.

Wenn eine Aktivität ansteht, heben sich die „festen Arbeitszeiten“ ein wenig auf, doch wenn einmal das ganze Wochenende gearbeitet wird, ist dafür der Montag frei.

Die Hausaufgabenbetreuung stellt den Großteil der Arbeit dar, doch Aufgabe der Freiwilligen ist auch, Kurse anzubieten. Hierbei hast Du ziemlich freie Hand, musst sie natürlich auch selbst vorbereiten, kannst bei Problemen aber immer auf die Unterstützung der bolivianischen Freiwilligen, die mit Dir im Projekt arbeiten, bauen.

 

Das solltest Du mitbringen:

  • viel Motivation für die Arbeit, Freude daran und genug Flexibilität, damit es Dich nicht stört, dass die „festen Arbeitszeiten“ immer mal wieder ausgedehnt werden oder sich verschieben.
  • Spanischkenntnisse
  • viel Geduld, Durchhaltevermögen und Kreativität
  • Eigeninitiative und Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit
  • Offenheit und Aufgeschlossenheit
  • Die Bereitschaft, Dich in vielfältigen Bereichen, wie auch dem Putzen, Aufräumen oder Spitzen uuuuunzähliger Bleistifte einzubringen.
  • Bereitschaft, nicht im Zentrum, sondern in einem Viertel am Stadtrand Sucres zu leben
  • Vorerfahrung bei Kinder- und/oder Hausaufgabenbetreuung wird Dir die Arbeit erleichtern
  • Keine Angst vor stürmischen Umarmungen

 

 

Stand 09.12.2014

Weitere Informationen

 

 

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