Musuq Sunqu

Das Projekt

Musuq Sunqu (quechua, auf Deutsch: Neues Herz) wurde 2014 ins Leben gerufen. Es befindet sich in Lajastambo, einem Stadtteil am Stadtrand von Sucre in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Lajastambo ist eines der ärmeren Stadtviertel Sucres, in dem sich in unmittelbarer Nähe zum Projekt eine öffentliche Schule, ein Krankenhaus und ein Markt befinden. Abseits der Betonstrassen gibt es hier einige kleine 1-Zimmer-Häuser, in denen die ärmeren Familien, teilweise mit mehr als 7 Personen, in einem Zimmer wohnen. Das Projekt Musuq Sunqu bietet den Kindern in Lajastambo ein Mittagessen, sowie am Nachmittag eine Hausaufgabenbetreuung an. Zwei grundlegende Dinge, die hier dennoch ihre absolute Wichtigkeit haben. Die meisten Familien können es sich nicht leisten für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ihrer Kinder zu sorgen und die Ernährung der Kinder außerhalb des Hauses besteht zudem zu großen Teilen aus Süßigkeiten oder anderen stark zuckerhaltigen Produkten. Das Projekt bietet den Kindern somit mit der täglichen Gemüsesuppe und der Hauptspeise eine ausgewogene und gesunde Mahlzeit am Tag. Zudem lernen die Kinder im Projekt die Wichtigkeit der Körperhygiene durch das gemeinsame Händewaschen vor dem Essen und dem Zähneputzen nach dem Essen. Zudem hilft jedes Kind bei den anfallenden Aufgaben im Comedor mit. Sei es das selbstständige Abwaschen des eigenen Geschirrs, das Saubermachen der Räumlichkeiten oder die Mithilfe in der Küche.

Durch die Hausaufgabenbetreuung wird den Kindern nicht nur Hilfe bei fachlichen Fragen angeboten, sondern einige Kinder haben dadurch schlichtweg die Möglichkeit ihre Hausaufgaben an einem Tisch und auf einem Stuhl zu machen, die sie zuhause nicht hätten. Bedingt durch die hohe Schüleranzahl pro Klasse in den öffentlichen Schulen fehlt den Kindern immer wieder Schulwissen, das durch die nachmittägliche Betreuung nachgeholt werden kann.

 


Musuqu Sunqu 2016:

2016 besuchten 59 Kinder die Einrichtung.

Nachhilfe durch Fachkräfte bei den Schularbeiten, Freizeitaktivitäten und außerschulische Aktivitäten wie Basteln, Spaziergänge, Museumsbesuche, Marionettentheater, Selbstbewusstseins-/ Körperpflege- und Gleichberechtigungs-Workshops. Mitarbeit von Freiwilligen: Die drei Freiwilligen sind eine große Hilfe. Sie arbeiten mit an den verschiedenen Aktivitäten. Durch ihre Mithilfe konnte sogar eine Spende von Brillen für sechs Kinder erreicht werden. Familienarbeit: Die Arbeit mit den Müttern hat im März mit 15 Teilnehmerinnen begonnen. Es gab folgende Aktivitäten: Alphabetisierung, Teilnahme an verschiedenen Messen, Stärkung der Familie, Bastelwerkstätten mit Macramé, Malerei und Basteln sowie medizinische Behandlungen (Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs). Zusammenarbeit mit Institutionen: Um umfassende Unterstützung zu gewährleisten, wurden Vereinbarungen mit verschiedenen Einrichtungen der Universität getroffen: Studiengänge Pädagogik und Psychologie, Alfalit, Aldeas SOS, Kolping y Clínica Cies. Mit dieser Unterstützung konnte eine breitere und gesicherte Betreuung bei Gesundheit, Erziehung, Ernährung, Arbeit sichergestellt werden.

 

Aufgaben der Freiwilligen:

  • Mithilfe beim Vorbereiten des gemeinsamen Mittagessens (Tische herrichten, Tee verteilen, Abwasch und Händewaschen vorbereiten)
  • Mithilfe beim Aufräumen der Küche
  • Mithilfe bei der Hausaufgabenbetreuung
  • Mitarbeit in der naheliegenden Schule am Morgen (Hilfskraft im Unterricht der großen Klassen, Verwaltungsarbeiten oder eigenständiger Unterricht)

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Stand 27.09.2017

Jede Spende hilft!

IBAN: DE29 6115 0020 0010 4047 06

BIC: ESSLDE66XXX